19. August 2026 / Rhein-Kreis Neuss

Wie Gartenbesitzer Igeln helfen können

Die Trockenheit und die Hitze der letzten Wochen machen vielen Wildtieren zu schaffen. Igel finden trotz des Regens in...

Veröffentlicht am 19. August 2026 um 09:09 Uhr

Umwelt | 19.08.2026

Die Trockenheit und die Hitze der letzten Wochen machen vielen Wildtieren zu schaffen. Igel finden trotz des Regens in den letzten Tagen zurzeit weniger Nahrung als sonst. Unabhängig von den Temperaturen brauchen sie schattige Rückzugsorte. Darauf weist der Rhein-Kreis Neuss hin und gibt Tipps, wie Gartenbesitzer Igeln jetzt und auch langfristig helfen können.

Dr. Swantje Schumacher, Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, empfiehlt, bei extremer Trockenheit flache Wasserschalen mit frischem Wasser im Garten aufzustellen. „Davon profitieren neben Igeln auch Vögel, Eichhörnchen und andere Wildtiere. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt und die Gefäße sollten sauber gehalten werden“, sagt sie. Insbesondere Igelweibchen und ihre Jungtiere sind von der durch die Trockenheit verursachte Futterknappheit betroffen. Wenn die Böden trocken und hart sind, gelangen Igel nur schwer an ihre natürlichen Nahrungsquellen wie Regenwürmer, Insekten und Schnecken. Wer im Garten einen tagaktiven oder unterernährten Igel beobachtet, kann diesen bei der Nahrungssuche vorübergehend unterstützen, zum Beispiel mit einem Gemisch aus Katzenfutter und Igeltrockenfutter ohne Getreide, Zucker oder Zusatzstoffe.

Langfristig hilft es Igeln, Gärten möglichst naturnah zu gestalten, Rückzugsräume zu bieten und nicht sämtliche Flächen sehr kurz zu mähen. Außerdem sollte beim Mähen oder bei Gartenarbeiten insbesondere in unübersichtlichen Randbereichen sichergestellt werden, Igel nicht zu stören. Das Amt für Umweltschutz weist in diesem Zusammenhang auf das Nachtfahrverbot von Mährobotern im Rhein-Kreis Neuss hin: Nach einer Allgemeinverfügung des Kreistags ist der Einsatz von Mährobotern in der Dämmerung und während der Nacht verboten.

Als nachtaktives Tier verbringt der Igel seine Tage in schattigen Bereichen unter Hecken, Büschen, im Bereich von Holzstapeln oder zwischen Ästen. Gartenbesitzer sollten Pflanzen insbesondere in Randbereichen und in Bereichen unter Hecken oder einzelne „wilde Ecken“ stehen lassen; dadurch wird der Boden auch weniger unmittelbar der Sonne und damit der Austrocknung ausgesetzt. Wichtig für Igel und zahlreiche andere Tiere sind Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten. Ines Willner, Leiterin des Amtes für Umweltschutz, erläutert: „Ein Haufen aus Totholz, Reisig und Laub kann im Herbst für Igel ein geeignetes Quartier für den Winterschlaf darstellen. Wenn möglich, sollte man das Laub am besten nicht vollständig entfernen, sondern in einer ruhigen Gartenecke zu einem Laubhaufen aufschichten.“

Quelle: Rhein Kreis Neuss (www.rhein-kreis-neuss.de)


Bildnachweis: © Der Rhein-Kreis Neuss gibt Tipps, wie Gartenbesitzer Igel helfen können. © GettyImages-2220601376

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