13. August 2026 / Rhein-Kreis Neuss

Innovation am Straßenrand: Kleinenbroich erhält zukunftsweisende Ladebordsteine

Der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Korschenbroich sowie die NEW setzen ein innovatives Zeichen im Zuge der...

Veröffentlicht am 13. August 2026 um 10:36 Uhr

Straßenverkehr | 13.08.2026

Der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Korschenbroich sowie die NEW setzen ein innovatives Zeichen im Zuge der Mobilitätswende. Im Rahmen eines Modellversuchs wurden an der Hochstraße (K4) in Kleinenbroich in Höhe der katholischen Bücherei St. Dionysius zwei von der Firma Rheinmetall entwickelte Ladebordsteine verbaut. Mit dieser platzsparenden Technologie begegnen der Rhein-Kreis Neuss, die Stadt Korschenbroich sowie die NEW der steigenden Nachfrage nach E-Ladeinfrastruktur, ohne das gewohnte Ortsbild durch Ladesäulen zu verändern. „Die Ladebordsteine fügen sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur vor Ort ein und tragen zum Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für E-Mobilität im Kreisgebiet bei“, betont Kreisdezernent Gregor Küpper. „Zugleich wird hiermit ein weiterer Beitrag dazu geleistet, Bürgerinnen und Bürgern ohne eigene Garage oder privaten Stellplatz ein möglichst nutzerfreundliches Laden im öffentlichen Raum zu ermöglichen.“

„Mit den Ladebordsteinen testen wir eine innovative Lösung, die den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit einem attraktiven öffentlichen Raum verbindet. So schaffen wir ein zukunftsfähiges Mobilitätsangebot, ohne das Ortsbild zu beeinträchtigen“, sagt Georg Onkelbach, der Technische Beigeordnete der Stadt Korschenbroich.

Im Vergleich zu herkömmlichen Ladesäulen bietet die im Bordstein integrierte Lösung entscheidende Vorteile. So verschwindet die gesamte Technik im vorhandenen Bordstein, wodurch Gehwege frei von zusätzlichen Hindernissen bleiben. Ladebordsteine überzeugen zudem durch hohe Robustheit und Zuverlässigkeit, eine platzsparende Bauweise sowie einfache und kostengünstige Wartung.

„Wer sein Elektroauto laden möchte, braucht vor allem eines: eine einfache und verlässliche Möglichkeit direkt vor Ort. Die Ladebordsteine sind ein spannender Ansatz, um genau das zu ermöglichen – platzsparend, unauffällig und alltagstauglich. Gemeinsam mit unseren Partnern testen wir, wie innovative Technologien den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität noch komfortabler machen können“, erklärt Johannes Vieten, Kompetenzcenterleiter Ladelösungen bei der NEW.

Durch den modularen Aufbau des Ladebordsteins kann die Elektronikeinheit im Servicefall innerhalb weniger Minuten durch Austauschmodule ersetzt werden, wodurch die Ladepunkte fast durchgehend einsatzbereit bleiben sollen, ohne dass hierfür die Straße oder der Gehweg aufgerissen werden müssen. Darüber hinaus gilt die Technik durch die kapselnde Bauweise als wetterfest und betriebssicher. Für die Betreiber entstehen gleichzeitig Vorteile durch geringere Installations- und Wartungskosten, vereinfachte Genehmigungsprozesse sowie die Möglichkeit zur kosteneffizienten und flächendeckenden Vorrüstung von Hohlbordsteinen, die mit steigendem Ladebedarf flexibel nachgerüstet werden können.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen (inkl. Anschaffung der zwei Ladebordsteine) belaufen sich auf rund 18.300 Euro.

Quelle: Rhein Kreis Neuss (www.rhein-kreis-neuss.de)


Bildnachweis: © Die Ladebordsteine können an der Hochstraße (K4) in Kleinenbroich genutzt werden. © Wolfgang Walter/Rhein-Kreis Neuss

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