Wegen eines großen Waldbrandes bei Rodenbach in Südosthessen und des hohen Wasserbedarfs hatte ein Wasserversorger im Main-Kinzig-Kreis die örtliche Bevölkerung zum Wassersparen aufgerufen. Die Wasserreserven würden für die Brandbekämpfung benötigt, hieß es in einer Warnmeldung des Landkreises. «Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie wasserintensive Tätigkeiten.» Der Verbrauch solle auf «das absolut Notwendigste» reduziert werden. Der Aufruf richtete sich an die Bewohner von Freigericht, Bruchköbel sowie Langenselbold und Umland. Der Kreis hatte die «Warnung Sonderfall» am Montagabend herausgegeben, aber bereits am Dienstag wieder aufgehoben. Grund für die Situation war zum einen die große Ausdehnung des Brandes und damit verbunden der hohe Wasserbedarf gewesen, aber auch die angespannte Versorgungslage angesichts der wochenlangen Trockenheit in der Region, sagte der Landkreis-Sprecher. Mittlerweile laufe wieder mehr Wasser in die Hochbehälter, als abgezapft werde. Der Großbrand nahe Rodenbach hatte auf einer Waldfläche von rund 55 Hektar gewütet, ist aber mittlerweile unter Kontrolle. Nun stehe für die Feuerwehr die Bekämpfung von Glutnestern an, sagte der Sprecher. Am Montag waren gleich an mehreren Stellen in dem Waldstück Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Bei den Löscharbeiten war neben mehreren Hubschraubern auch ein Löschflugzeug im Einsatz. Die Polizei hat Brandstiftung als Ursache für die Feuer nicht ausgeschlossen. Auch im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis gab es einen Waldbrand. Hier hatten zwischen Hohenstein-Breithardt, Born und Bad Schwalbach-Adolfseck rund 8.000 Quadratmeter Wald in Flammen gestanden. Laut Brand- und Katastrophenschutz kam es zu einem Großeinsatz, bei dem drei Feuerwehrleute leicht verletzt wurden.Brandstiftung als Ursache nicht ausgeschlossen
Bildnachweis: © Andreas Arnold/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Waldbrand: «Bitte verzichten Sie möglichst aufs Duschen»
Tausende Quadratmeter Mischwald sind in Südosthessen in Brand geraten. Inzwischen ist das Feuer bei Rodenbach unter Kontrolle. Wegen des hohen Wasserbedarfs für die Löscharbeiten gab es einen Aufruf.
Meistgelesene Artikel
- 1. Oktober 2026
Bilanz zur Rocker-Razzia - Stadt-Mitarbeiter geschmiert?
Ermittler berichten, wie sie gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und die «Hells Angels» vorgegangen sind. Wie wurden die Geldströme verschleiert und haben städtische Mitarbeiter Informationen weitergegeben?
- 1. Oktober 2026
Beispiellos: Entsetzen nach gescheiterter Hinrichtung
Die Hinrichtung von Christa Pike endet im Chaos: Augenzeugen berichten von einer beispiellosen gescheiterten Hinrichtung. Weitere Hinrichtungen sind in US-Bundesstaat Tennessee vorerst gestoppt.
- 15. September 2026
Das Tschilpen verstummt - Spatzen «wie in Luft aufgelöst»
Spatzen gehören zu den beliebtesten Vögeln - und wohnen wegen vieler schmuddeliger Ecken besonders gern in Berlin. Bei den gefiederten Wonneproppen liegt etwas böse im Argen: Sie verschwinden.
Neueste Artikel
- 11. Oktober 2026
Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.
- 11. Oktober 2026
Touristen-Golfcarts verstopfen Roms Zentrum – Ärger wächst
Zahllose Golfcarts kutschieren Touristen durch Roms Zentrum - und sorgen für noch mehr Verkehrschaos in der ohnehin überlasteten Innenstadt. Der Ärger wächst. Nun wird um klare Regelungen gerungen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 11. Oktober 2026
Cybergrooming: Ermittler warnen vor Massenphänomen im Netz
Sie haben sexuelle Absichten und knüpfen Kontakte über Chats und Gaming-Plattformen: Wie Täter im Netz vorgehen, welche Hürden bei der Strafverfolgung bestehen und welche Maßnahmen Ermittler fordern.
- 11. Oktober 2026
Touristen-Golfcarts verstopfen Roms Zentrum – Ärger wächst
Zahllose Golfcarts kutschieren Touristen durch Roms Zentrum - und sorgen für noch mehr Verkehrschaos in der ohnehin überlasteten Innenstadt. Der Ärger wächst. Nun wird um klare Regelungen gerungen.

