Die US-Regierung hat Belohnungen in Millionenhöhe für Anführer eines berüchtigten mexikanischen Drogenkartells ausgesetzt. Insgesamt sollen mehr als 100 Millionen US-Dollar (rund 86,6 Millionen Euro) für Hinweise gezahlt werden, die zur Festnahme oder Verurteilung von acht hochrangigen Mitgliedern des Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG) führen, wie das US-Außenministerium mitteilte. Die Vereinigten Staaten seien dabei, das Kartell aufzuspüren, zu zerschlagen und zu vernichten, schrieb Außenminister Marco Rubio auf X. Das US-Außenministerium sprach in einer Mitteilung von einer «historischen und entschlossenen Maßnahme» gegen eine der gewalttätigsten Drogen-Terror-Organisationen. Zudem wurden Visabeschränkungen gegen 65 mit dem Kartell verbundene Personen verhängt, darunter Familienangehörige und Geschäftspartner. Die höchste Einzelbelohnung wurde auf den neuen Anführer des Kartells ausgesetzt. Für Hinweise zu Juan Carlos Valencia González, bekannt als «Pelón», werden 25 Millionen US-Dollar angeboten. Der in Kalifornien geborene, rund 41 Jahre alte Drogenboss ist Doppelstaatsbürger Mexikos und der USA. Valencia ist Sohn von Rosalinda González, der Ex-Frau von Nemesio Oseguera Cervantes. Dieser war zuvor Anführer des CJNG und war im Februar bei einem Militäreinsatz zu seiner Festnahme ums Leben gekommen. Nach seinem Tod überzogen Anhänger von Oseguera, alias «El Mencho», Mexiko mit einer Welle der Gewalt. Dabei starben mindestens 74 Menschen.«Pelón» gilt als der neue Anführer des Kartells
Bildnachweis: © Armando Solis/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
USA setzen millionenschwere Belohnung für Drogenbosse aus
Washington greift hart gegen das berüchtigte mexikanische CJNG-Kartell durch. Es werden Belohnungen in Höhe von insgesamt 100 Millionen US-Dollar angeboten. Wer ist der neue Anführer «Pelón»?
Meistgelesene Artikel
- 1. Oktober 2026
Beispiellos: Entsetzen nach gescheiterter Hinrichtung
Die Hinrichtung von Christa Pike endet im Chaos: Augenzeugen berichten von einer beispiellosen gescheiterten Hinrichtung. Weitere Hinrichtungen sind in US-Bundesstaat Tennessee vorerst gestoppt.
- 2. Oktober 2026
Gescheiterte Hinrichtung: Christa Pike in kritischem Zustand
Zweimal wird Christa Pike ein tödliches Mittel verabreicht - doch sie stirbt nicht. Der US-Bundesstaat Tennessee stoppt vorerst weitere Hinrichtungen. Was über ihren Gesundheitszustand bekannt ist.
- 1. Oktober 2026
Bilanz zur Rocker-Razzia - Stadt-Mitarbeiter geschmiert?
Ermittler berichten, wie sie gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und die «Hells Angels» vorgegangen sind. Wie wurden die Geldströme verschleiert und haben städtische Mitarbeiter Informationen weitergegeben?
Neueste Artikel
- 14. Oktober 2026
Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter
Der «Zweite Berliner Patient» wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.
- 14. Oktober 2026
Maskierte befreien Häftling aus Arztpraxis
Aus einem Besuch beim Arzt ist in Essen eine spektakuläre Gefangenenbefreiung geworden: Maskierte überwältigten die Bewacher und verhalfen einem 34-Jährigen zur Flucht.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. Oktober 2026
Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter
Der «Zweite Berliner Patient» wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.
- 14. Oktober 2026
Maskierte befreien Häftling aus Arztpraxis
Aus einem Besuch beim Arzt ist in Essen eine spektakuläre Gefangenenbefreiung geworden: Maskierte überwältigten die Bewacher und verhalfen einem 34-Jährigen zur Flucht.

