Bei der Durchsetzung eines Alkoholkonsumverbots an Bahnhöfen sieht die Gewerkschaft der Polizei zunächst die DB Sicherheit in der Pflicht. Das Hausrecht müsse erst mal die DB Sicherheit durchführen, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Alexander Poitz, im ZDF-«Morgenmagazin». «Was nicht passieren darf, ist, dass ein Vollzugsdefizit jetzt einsetzt.» Die Bundespolizei werde erst zuständig, wenn Straftaten passierten. «Wir müssen personell auf jeden Fall die Bundespolizei stärken.» Nach dem Willen der Deutschen Bahn soll es künftig bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Bier, Wein oder Schnaps zu trinken. Die flächendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober abgeschlossen sein. Ein Alkoholkonsumverbot an Bahnhöfen sei «grundsätzlich richtig», sagte Poitz. Entscheidend sei die konsequente Umsetzung. Poitz verwies darauf, dass Bahnhöfe in Deutschland zu «Hotspots des Kriminalitätsgeschehens» geworden seien. Es gebe dort Waffen- und Gewaltdelikte. «Also letztendlich wäre es konsequent, auch in den Zügen ein Alkoholkonsumverbot auszusprechen, damit ebendiese gewaltbereiten und vehementen Personen dann vom Bahnhof verschwinden und diese Gewaltdelikte aufhören, die wir in den letzten Wochen auch feststellen mussten.» An mehreren großen Bahnhöfen gebe es bereits entsprechende Regeln, sagte Poitz. «Wir haben insbesondere an Großbahnhöfen wie München, Bremen als auch Hamburg schon ein Alkoholkonsumverbot, da haben wir sehr positive Erfahrungen: Hier gehen die Straftaten, insbesondere die Gewaltdelikte, zurück.»Poitz: Alkoholkonsumverbot in Zügen wäre konsequent
Bildnachweis: © Katharina Kausche/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Polizeigewerkschaft: Bahnhöfe sind Kriminalitäts-Hotspots
Die Gewerkschaft der Polizei sieht die DB Sicherheit primär zuständig, um das Alkoholverbot an Bahnhöfen durchzusetzen. Entscheidend sei die konsequente Umsetzung.
Meistgelesene Artikel
- 1. Oktober 2026
Bilanz zur Rocker-Razzia - Stadt-Mitarbeiter geschmiert?
Ermittler berichten, wie sie gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und die «Hells Angels» vorgegangen sind. Wie wurden die Geldströme verschleiert und haben städtische Mitarbeiter Informationen weitergegeben?
- 15. September 2026
Das Tschilpen verstummt - Spatzen «wie in Luft aufgelöst»
Spatzen gehören zu den beliebtesten Vögeln - und wohnen wegen vieler schmuddeliger Ecken besonders gern in Berlin. Bei den gefiederten Wonneproppen liegt etwas böse im Argen: Sie verschwinden.
- 1. Oktober 2026
Beispiellos: Entsetzen nach gescheiterter Hinrichtung
Die Hinrichtung von Christa Pike endet im Chaos: Augenzeugen berichten von einer beispiellosen gescheiterten Hinrichtung. Weitere Hinrichtungen sind in US-Bundesstaat Tennessee vorerst gestoppt.
Neueste Artikel
- 9. Oktober 2026
Auszug aus Royal Lodge: Andrew kassiert Entschädigung
Titel weg, Ruf ruiniert und Anwesen in Windsor passé: Der im Zuge des Epstein-Skandals tief gefallene Ex-Prinz Andrew darf sich wenigstens über eine Entschädigung freuen. Doch es gibt einen Haken.
- 9. Oktober 2026
Hurrikan «Isaias» verstärkt sich: Evakuierungen an US-Küste
Hurrikan «Isaias» hat sich auf seinem Weg zur US-Golfküste deutlich verstärkt. Meteorologen warnen vor schweren Folgen, die Behörden ordnen Evakuierungen an.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 9. Oktober 2026
Auszug aus Royal Lodge: Andrew kassiert Entschädigung
Titel weg, Ruf ruiniert und Anwesen in Windsor passé: Der im Zuge des Epstein-Skandals tief gefallene Ex-Prinz Andrew darf sich wenigstens über eine Entschädigung freuen. Doch es gibt einen Haken.
- 9. Oktober 2026
Hurrikan «Isaias» verstärkt sich: Evakuierungen an US-Küste
Hurrikan «Isaias» hat sich auf seinem Weg zur US-Golfküste deutlich verstärkt. Meteorologen warnen vor schweren Folgen, die Behörden ordnen Evakuierungen an.

