28. Juli 2026 / Aus aller Welt

Mindestens ein Todesopfer nach Erdbeben in Japan

Nach dem Beben in Kumamoto wird weiter nach Vermissten gesucht. Es gibt Berichte, wonach Menschen in einem schwer beschädigten Einkaufszentrum eingeschlossen sein könnten.

In einem schwer beschädigten Einkaufszentrum galten noch mehrere Menschen als vermisst.
Veröffentlicht am 28. Juli 2026 um 15:16 Uhr

Bei dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am späten Abend (Ortszeit) berichtete, starb das Opfer beim Zusammenbruch eines Hauses in der am schwersten betroffenen Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu. Derweil suchten Einsatzkräfte weiter fieberhaft nach Vermissten in einem durch eine Explosion infolge des Bebens schwer beschädigten Einkaufszentrum der Präfektur.

Nach Informationen von Kyodo sowie dem Fernsehsender NHK gab es am späten Abend weiter keinen Kontakt zu 20 bis 30 Mitarbeitern. Die Polizei und Feuerwehr prüften daher eilig, ob noch Personen in dem Gebäude eingeschlossen sind. Die Explosion habe sich aus zunächst unbekanntem Grund ereignet, nachdem Mitarbeiter und Kunden nach dem Erdbeben der Stärke 7,1 aus dem Einkaufszentrum in der Stadt Kashima evakuiert worden seien, meldete Kyodo.

Warnung vor weiteren Beben

Insgesamt wurden durch das Beben vom Nachmittag (Ortszeit) mindestens 50 Menschen verletzt. Straßen und Gebäude wurden teils stark beschädigt. Die Regierung schickte Soldaten zur Verstärkung der Rettungskräfte in die Region.

Bis in den späten Abend kam es zu mehreren Nachbeben. Die nationale Wetterbehörde warnte auch für die kommenden Tage vor möglichen weiteren starken Erschütterungen in der Region. Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von einem ebenfalls schweren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Dutzende Menschen waren dabei damals direkt ums Leben gekommen.


Bildnachweis: © kyodo/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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