Der ADAC kritisiert den schlechten Zustand vieler Rastplätze an deutschen Autobahnen. Bei einer aktuellen Stichprobe vergab der Verkehrsclub bei fast der Hälfte (46 Prozent) der 50 getesteten Anlagen die Note mangelhaft oder sehr mangelhaft, wie er mitteilte. Gut war nicht einmal jeder fünfte (18 Prozent), sehr gut kein einziger Rastplatz. Getestet wurden unbewirtschaftete Rastplätze - keine bewirtschafteten Raststätten oder Autobahn-Tankstellen. Vor allem die Toilettenanlagen zogen die Bewertung nach unten. Hier gab es in fast zwei Drittel der Fälle ein mangelhaft oder sehr mangelhaft. Teilweise waren laut ADAC die Toiletten gesperrt oder kein Toilettenpapier vorhanden, oft fehlten Seifenspender, Handtrockner funktionierten nicht, und vielfach ließ die Sauberkeit zu wünschen übrig. «Auch der bauliche Zustand und die Ausstattung der barrierefreien Toiletten entsprechen oft nicht den Erwartungen», heißt es vom ADAC. «Damit erweisen sich die Sanitäranlagen als zentrale Schwachstelle unbewirtschafteter Rastplätze, sind aber gleichzeitig der häufigste Grund für deren Nutzung.» Zudem sieht der ADAC eine klare Abwärtstendenz. Die jetzt getesteten Anlagen waren im Jahr 2022 schon einmal geprüft worden. Damals waren noch 40 Prozent gut bewertet worden. Zwei Drittel der Anlagen verschlechterten sich, nicht einmal jede zehnte konnte ihr Ergebnis verbessern. Doch nicht überall schneiden die Anlagen schlecht ab: In der Kategorie Verkehr und Parken gibt es im Schnitt die Note gut. Die meisten Rastplätze seien verkehrssicher angelegt, es gebe aber Verbesserungsbedarf bei Stellplätzen für Autos mit Anhängern, Gespanne und Wohnmobile. Die Außenanlagen erreichten laut ADAC ein «mittleres Niveau». «Zwar sind die grundlegenden Einrichtungen vorhanden, es mangelt jedoch häufig an Aufenthaltsqualität», heißt es. «Spazierwege, Bewegungs- oder Spielflächen sowie ausreichender Lärmschutz fehlen auf vielen Anlagen. Nur zwei der 50 getesteten Rastplätze verfügen über einen Spielplatz und keine der getesteten Anlagen bietet eine Frischwasserversorgung für Wohnmobile.» Eher schwach schnitten viele Rastplätze auch beim Thema persönliche Sicherheit ab. Unter anderem kritisiert der ADAC hier mangelnde Beleuchtung der Parkflächen, schlechte Einsehbarkeit der Toilettenhäuschen und teilweise fehlende Notrufeinrichtungen. Oft sind aber auch die Nutzer an Mängeln schuld. Auf fast allen Rastplätzen (96 Prozent) fanden die Tester unterschiedliche Formen von Vandalismus. Von Graffiti über zerstörtes Inventar bis hin zu Schildern, die so mit Aufklebern zugepflastert waren, dass man sie nicht mehr lesen konnte.Deutlich schlechter als beim letzten Test
Defizite auch beim Sicherheitsgefühl
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Schlechte Noten für Rastplätze - vor allem wegen Toiletten
Wer auf der Fahrt in den Urlaub eine Toilette braucht, hat oft Unerfreuliches vor sich. Fast jeder zweite unbewirtschaftete Rastplatz fällt bei einer aktuellen Stichprobe des ADAC durch.
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