Rund anderthalb Jahre nach ihrem Start soll ein Teil einer SpaceX-Rakete Wissenschaftlern zufolge ungeplant auf dem Mond aufgeschlagen sein. Der Aufschlag war für den Mittwochmorgen deutscher Zeit berechnet worden, eine Bestätigung gab es aber zunächst nicht. Bei dem Raketenteil handelte es sich um die Oberstufe einer «Falcon 9» vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk, mit der im Januar 2025 zwei Lander zum Mond gestartet waren. Schon vorab hatten SpaceX, die US-Raumfahrtbehörde Nasa und Wissenschaftler wie der US-Astronom Bill Gray vorhergesagt, dass eine Live-Beobachtung des Einschlags wahrscheinlich schwierig werden könnte. Anschließend könne es Stunden oder sogar Tage dauern, bis ein möglicher Aufschlag bestätigt werden könnte, da dies dann nur beispielsweise mit Hilfe von Sonden möglich wäre, die Fotos von einem möglicherweise entstandenen Krater zur Erde schicken würden. In ein paar Tagen soll beispielsweise die Nasa-Sonde «Lunar Reconnaissance Orbiter» über die erwartete Einschlagstelle fliegen. Die «Falcon 9»-Rakete war am 15. Januar 2025 mit den Mondlandern «Blue Ghost» des US-Unternehmens Firefly Aerospace und «Resilience» des japanischen Start-ups ispace gestartet. «Blue Ghost» landete rund zwei Monate später auf dem Mond, bei «Resilience» schlug die Landung kurz darauf fehl, der Lander krachte in den Mond. Die untere Raketenstufe der «Falcon 9»-Rakete kehrte zur Erde zurück. Die oberen Raketenstufen würden bei solchen Missionen häufig planmäßig in der Erdatmosphäre verglühen, sagte SpaceX-Managerin Julianna Scheiman bei einer Pressekonferenz. «Aber für Missionen mit hoher Energie müssen wir ein anderes Manöver durchführen, um sicherzustellen, dass die Oberstufe sicher ist mit den entsprechenden Regeln und Regularien.» Das sei in diesem Fall vorgenommen worden – «und was passiert ist, ist eine Mischung aus Sonnenaktivität und Anziehungskräften, die sie auf einen Weg hin zum Mond gebracht hat». Das sei zwar in diesem Fall ungeplant gewesen, grundsätzlich sei ein Aufschlag auf dem Mond aber für eine Entsorgung auch «eine anerkannte Option, die eine vorhersagbare, nachverfolgbare und sicherere Herangehensweise an das Ende einer Mission bieten kann», hieß es von der Nasa. «Es gibt keine Gefahr für die Erde.» Aus wissenschaftlichen Gründen werde man den Verbleib der Raketenstufe und die Einschlagstelle weiter beobachten. Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Nasa-Wissenschaftler gingen aufgrund von Bildern der Sonde «Lunar Reconnaissance Orbiter» damals davon aus, dass es sich um einen Teil einer alten chinesischen Rakete handelte, wahrscheinlich der Trägerrakete der «Chang'e 5-T1»-Mission, die 2014 von der Erde aus ins All geschossen worden war. China hatte diese Berichte jedoch zurückgewiesen. Geplante Einschläge zu Forschungszwecken hat es in der Vergangenheit auf dem Mond schon mehrfach gegeben.Rakete war im Januar 2025 mit zwei Mondlandern gestartet
Nasa: Keine Gefahr für die Erde
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Schlug Teil von SpaceX-Rakete ungeplant auf dem Mond ein?
2025 hatte eine «Falcon 9»-Rakete von SpaceX zwei Lander zum Mond gebracht. Jetzt soll ein Teil der Rakete ungeplant auf dem Mond eingeschlagen sein - eine Bestätigung gab es zunächst aber nicht.
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