Acht buddhistische Mönche sind im Nordosten Thailands ums Leben gekommen, als ein von einem Kind gesteuerter Pick-up in ihre Pilgergruppe raste. Weitere 18 Mönche wurden bei dem Unglück in der Provinz Mukdahan an der Grenze zum Nachbarland Laos verletzt, 13 davon schwer, wie die Zeitung «Bangkok Post» unter Berufung auf die Polizei berichtete. Fünf Mönche starben demnach noch an der Unfallstelle, drei weitere erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden steuerte ein elfjähriger Junge den Pick-up. Er soll das Fahrzeug ohne Erlaubnis seiner Eltern genommen haben, bevor er in die Prozession der Mönche raste. Nach Polizeiangaben lebt der Junge mit einer Behinderung. Nähere Angaben dazu machten die Behörden zunächst nicht. Berichten zufolge soll er die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und dabei die Pilgergruppe erfasst haben. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern aber noch an. Der Junge wurde in der örtlichen Polizeistation vernommen. Die etwa drei Dutzend Mönche hatten der «Bangkok Post» zufolge gerade in einem Tempel zu Mittag gegessen und ihre Wanderung in Richtung des Bezirks Don Tan wieder aufgenommen, als das Unglück geschah. Pilgerwanderungen gehören in Thailand zur buddhistischen Tradition. Mönche legen dabei oft weite Strecken zu Fuß zurück, um Tempel mit Reliquien zu besuchen, zu meditieren oder an religiösen Zeremonien teilzunehmen. Im überwiegend buddhistischen Königreich genießen Mönche in der Gesellschaft hohes Ansehen.Unglücksfahrer ist ein Elfjähriger
Mönche werden tief verehrt
Bildnachweis: © Hathai Techakitteranun/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Pick-up rast in Mönchsprozession – acht Tote in Thailand
Mitten auf einer Pilgerwanderung werden buddhistische Mönche von einem Pick-up erfasst. Die Ermittlungen nach dem schlimmen Unfall laufen noch - aber sicher scheint: Am Steuer saß ein Elfjähriger.
Meistgelesene Artikel
- 1. Oktober 2026
Bilanz zur Rocker-Razzia - Stadt-Mitarbeiter geschmiert?
Ermittler berichten, wie sie gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und die «Hells Angels» vorgegangen sind. Wie wurden die Geldströme verschleiert und haben städtische Mitarbeiter Informationen weitergegeben?
- 15. September 2026
Das Tschilpen verstummt - Spatzen «wie in Luft aufgelöst»
Spatzen gehören zu den beliebtesten Vögeln - und wohnen wegen vieler schmuddeliger Ecken besonders gern in Berlin. Bei den gefiederten Wonneproppen liegt etwas böse im Argen: Sie verschwinden.
- 1. Oktober 2026
Beispiellos: Entsetzen nach gescheiterter Hinrichtung
Die Hinrichtung von Christa Pike endet im Chaos: Augenzeugen berichten von einer beispiellosen gescheiterten Hinrichtung. Weitere Hinrichtungen sind in US-Bundesstaat Tennessee vorerst gestoppt.
Neueste Artikel
- 9. Oktober 2026
Jugendwort 2026: Daubner-Video sorgt für Spekulationen
Jugendliche wählen Jahr für Jahr ihr Lieblingswort. Am Samstag wird der aktuelle Gewinner gekürt. Doch vorab sorgt ein Video im Netz für Wirbel.
- 9. Oktober 2026
Überreste von Grenzanlagen am Checkpoint Charlie entdeckt
Am früheren Checkpoint Charlie in Berlin sind historische Spuren der DDR-Grenzanlage freigelegt worden. Die Funde könnten künftig helfen, die Geschichte des Ortes anschaulicher zu vermitteln.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 9. Oktober 2026
Jugendwort 2026: Daubner-Video sorgt für Spekulationen
Jugendliche wählen Jahr für Jahr ihr Lieblingswort. Am Samstag wird der aktuelle Gewinner gekürt. Doch vorab sorgt ein Video im Netz für Wirbel.
- 9. Oktober 2026
Überreste von Grenzanlagen am Checkpoint Charlie entdeckt
Am früheren Checkpoint Charlie in Berlin sind historische Spuren der DDR-Grenzanlage freigelegt worden. Die Funde könnten künftig helfen, die Geschichte des Ortes anschaulicher zu vermitteln.

