«Kongen er død - Leve Kongen» - Der König ist tot - es lebe der König. Nach dem Tod von Harald V. hat Norwegen in dessen Sohn Haakon einen neuen Monarchen. Haakon tritt als Haakon VIII. die Nachfolge von Harald V. an. Am Mittag empfing er das Kabinett im königlichen Schloss in Oslo. An den Rechten und Pflichten des Königs ändert sich nichts: Norwegen bleibt eine parlamentarische Monarchie. Als Leitspruch für seine Zeit als König wählt Haakon «Alt for Norge», übersetzt bedeutet das: «Alles für Norwegen». Er folgt damit einer Tradition. Auch Harald V. wählte dieses Motto nach dem Vorbild seines Vaters und Großvaters. Haakons Frau, die bisherige Kronprinzessin Mette-Marit (53), trägt nun den Titel Ihre Majestät Königin Mette-Marit, wie das Königshaus bekanntgab. Seit langem ist bekannt, dass sie an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose leidet. In diesem Sommer erhielt sie eine neue Lunge. Ihr Sohn aus einer früheren Beziehung, Marius Borg Høiby, wurde im Juni unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Frau von Harald V. heißt fortan Königin Sonja, allerdings nicht mit dem Zusatz Ihre Majestät. Das ist Haakon und Mette-Marit vorbehalten. Die gemeinsame Tochter von Haakon und Mette-Marit, Ingrid Alexandra (22), ist nun Kronprinzessin und steht an erster Stelle der Thronfolge. Sie wird also irgendwann Königin sein. Ingrid Alexandra war wegen der Erkrankung ihrer Mutter zuletzt zu einem Auslandssemester an die Universität Oslo in ihr Heimatland zurückgekehrt. Eigentlich studiert sie in Australien. An zweiter Stelle der Thronfolge steht ihr Bruder, Prinz Sverre Magnus (20). Marius gehört als nicht leibliches Kind von Haakon hingegen nicht zur Thronfolge. Eine klassische Krönungszeremonie gibt es in Norwegen nicht mehr. Haralds Vater, König Olav V., hatte 1958 eine neue Segnungszeremonie eingeführt, die Harald und seine Frau, Königin Sonja, 1991 fortführten. Entsprechend wird eine ähnliche Zeremonie auch jetzt erwartet. Pflicht ist jedoch der Eid auf die Verfassung, den Haakon ablegen muss. Das geschieht im norwegischen Parlament, auch Storting genannt. Auf die Segnung folgt traditionell eine Reise durch Norwegen. Bis zur Beisetzung des verstorbenen Monarchen gilt in Norwegen eine Trauerzeit. Die Trauerfeierlichkeiten finden nach Angaben des Palasts am Sonntag in Kirchen im ganzen Land statt. Ein Termin zur Beisetzung, die in der Schlosskirche von Akershus stattfinden soll, steht noch aus. An dem Tag selbst wird nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB von 13.00 Uhr an in einer Schweigeminute des Königs gedacht. An königlichen Residenzen, staatlichen Gebäuden und Militärstützpunkten werden die Flaggen auf halbmast gesetzt. Die mit einem Trauerflor versehene Flagge auf dem Schlossbalkon bleibt auf halbmast, bis die Beisetzung beendet ist und der Sarg im königlichen Mausoleum aufgebahrt worden ist. Dann wird die Flagge durch eine Staatsflagge ersetzt und auf Vollmast gesetzt.Der neue König
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Norwegens Monarchie: Das ändert sich nach Haralds Tod
«Der König ist tot - es lebe der König»: Auch in der norwegischen Monarchie gibt es nach dem Tod eines Monarchen traditionelle Abläufe.
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