4. August 2026 / Aus aller Welt

Mehr als 6.000 Tote nach Erdbeben in Venezuela

Nach den Erdbeben vor mehr als einem Monat in Venezuela sind bislang nicht mal ein Viertel der Trümmer beseitigt worden. Tausende Menschen werden noch vermisst.

Die Beseitigung der Trümmer nach den verheerenden Erdbeben geht nur langsam voran. (Archivbild)
Veröffentlicht am 4. August 2026 um 00:40 Uhr

Mehr als fünf Wochen nach dem schweren Doppelerdbeben in Venezuela hat die Zahl der Todesopfer eine weitere Tausendermarke überschritten. Insgesamt sind offiziellen Angaben zufolge 6.125 Menschen ums Leben gekommen, wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte. Die Beseitigung der Trümmer ist noch längst nicht beendet.

Laut Rodríguez, dem Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez, wurden bislang 346.000 Tonnen Trümmer weggeräumt. Dies entspricht rund 16,5 Prozent der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) auf 2,1 Millionen Tonnen geschätzten Gesamtmenge, die durch die Erdbeben entstanden ist. Mehr als 800 Gebäude wurden beschädigt oder stürzten vollständig ein. 

Tausende Menschen werden noch vermisst

Die Zahl der Toten wird voraussichtlich weiter steigen. Eine offizielle Vermisstenzahl liegt allerdings nicht vor. Laut der inoffiziellen Website «Desaparecidos Terremoto Venezuela» (Vermisste Erdbeben Venezuela) suchen Angehörige oder Bekannte immer noch nach mehr als 29.500 Menschen. Ein weiteres Portal, «Venezuela Te Busca» (Venezuela sucht Dich), gibt die Zahl der gesuchten Menschen mit knapp 17.800 an.

Die Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschütterten Venezuela am 24. Juni. Nach Schätzungen der Weltbank verursachten sie unmittelbare Sachschäden in Höhe von fast 20 Milliarden US-Dollar. Fast die Hälfte der Schäden entfiel demnach auf Wohngebäude. Besonders betroffen waren der Bundesstaat La Guaira und der Hauptstadtdistrikt Caracas.


Bildnachweis: © Ariana Cubillos/AP/dpa
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