In Europa sind seit Beginn der Saison mehr als 240 Infektionen mit dem West-Nil-Virus bekanntgeworden. Insgesamt wurden bis vorigen Mittwoch in sieben europäischen Ländern 241 Fälle registriert, bei denen sich die Menschen vor Ort angesteckt hatten - sie hatten sich also nicht auf Reisen infiziert. Wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mitteilte, wurden aus Italien 139 Fälle gemeldet, aus Griechenland 61, aus Spanien 17 und aus Nordmazedonien 13. In Rumänien wurden demnach 6 Fälle registriert, in Frankreich 4 und in Deutschland 1 solche Infektion. Dabei handelte es sich um den Rhein-Pfalz-Kreis in Rheinland-Pfalz, wie bereits Ende Juli bekannt wurde. Insgesamt wurden in Deutschland in diesem Jahr 5 Fälle registriert. Insgesamt seien damit 59 Gebiete in Europa betroffen, hieß es weiter. Mehr als die Hälfte dieser Areale - 36 - entfällt demnach auf Italien, insbesondere auf den Norden des Landes. Die Behörde betonte jedoch, es handele sich nicht um eine umfassende Darstellung des Übertragungsgeschehens. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte erst kürzlich wegen mehrerer Erkrankungen an West-Nil-Fieber in Südeuropa zu verstärkter Wachsamkeit aufgerufen. Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickeln laut Robert Koch-Institut (RKI) eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung. Nur etwa jede 100. infizierte Person erkranke schwer. Das Virus werde hauptsächlich von Stechmücken zwischen wildlebenden Vögeln übertragen. Die Mücken könnten aber auch Menschen infizieren. Das West-Nil-Fieber heile in der Regel komplikationslos aus, nur bei schwer erkrankten Patienten seien Spätfolgen relativ häufig. Das durch Viren verursachte West-Nil-Fieber wird dem RKI zufolge symptomatisch behandelt. Es gibt keine spezifische Therapie und auch keinen Impfstoff. An Orten mit bekannter Mückenbelastung empfiehlt das RKI das Tragen von langärmeligen Hemden oder Blusen und langen Hosen. Neben Insektenabwehrmittel seien auch Moskitonetze und Fenstergitter nützlich. Im Wohnumfeld sollten Mückenbrutplätze möglichst beseitigt werden. Die Insekten legen auch in kleine Wasseransammlungen Eier ab - etwa in Eimern, Untersetzern und verstopften Dachrinnen.20 Prozent der Infizierten entwickeln grippeähnliche Erkrankung
Wie man sich schützen kann
Bildnachweis: © Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mehr als 240 Fälle von West-Nil-Fieber in Europa
Seit Beginn der Saison meldet Europa mehr als 240 Fälle von West-Nil-Fieber. Besonders betroffen ist Italien. Die WHO hat zu verstärkter Wachsamkeit aufgerufen.
Meistgelesene Artikel
- 28. August 2026
Wuff und Wiese e.V. unterstützt junge Grevenbroicherin
Grevenbroich zeigt Herz: Wuff und Wiese e.V. setzt sich für die junge Grevenbroicherin Nele und ihre Assistenzhündin Ella ein.
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 11. August 2026
Gutes Wetter bei Sonnenfinsternis und Sternschnuppen
Klare Sicht auf das Himmelsereignis: In Deutschland erwartet der Wetterdienst meist wolkenfreien Himmel zur Sonnenfinsternis und zu den Perseiden.
Neueste Artikel
- 6. September 2026
Kleinflugzeug stürzt beim Anflug in Südhessen ab
Während eines Luftsport-Sommerfests kommt es in Viernheim zu einem Flugzeugabsturz. Einsatzkräfte und Rettungshubschrauber sind vor Ort.
- 6. September 2026
Unfall mit Frachtflugzeug nach Landung am Flughafen Miami
Ein Flugzeug landet in Miami - danach kommt es zu einem Unfall. Es ist unklar, wie groß das Ausmaß ist.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 6. September 2026
Kleinflugzeug stürzt beim Anflug in Südhessen ab
Während eines Luftsport-Sommerfests kommt es in Viernheim zu einem Flugzeugabsturz. Einsatzkräfte und Rettungshubschrauber sind vor Ort.
- 6. September 2026
Unfall mit Frachtflugzeug nach Landung am Flughafen Miami
Ein Flugzeug landet in Miami - danach kommt es zu einem Unfall. Es ist unklar, wie groß das Ausmaß ist.

