Das krisengeplagte Raumschiff «Starliner» soll nach Plänen der US-Raumfahrtbehörde Nasa 2028 wieder Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) bringen. Zuvor sei noch in diesem Jahr oder Anfang 2027 eine unbemannte Testmission mit dem vom US-Unternehmen Boeing entwickelten und gebauten Raumschiff geplant, sagte Nasa-Chef Jared Isaacman bei einer Pressekonferenz. «Wir haben eng mit Boeing gearbeitet, um die Probleme, die auf vorherigen "Starliner"-Flügen identifiziert wurden, anzugehen, und wir haben vor, mit diesem Raumschiff wieder zur Internationalen Raumstation und zukünftigen kommerziellen Zielen zu fliegen», sagte Isaacman weiter. Teile des Raumschiffs würden dafür neugestaltet. Der «Starliner» war von Boeing im Auftrag der Nasa als Alternative zum «Crew Dragon» vom Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk entwickelt worden, um Astronauten zur ISS zu bringen. Doch bei dem Projekt kam es mehrfach zu Rückschlägen und jahrelangen Verzögerungen. Bemannte Testflüge wurden wegen technischer Probleme an Raumschiff und Rakete immer wieder verschoben. 2024 flogen dann die Nasa-Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore mit dem «Starliner» zur ISS. Eigentlich sollten sie nur rund eine Woche bleiben. Aufgrund technischer Probleme mit dem «Starliner» entschied die Nasa aus Sicherheitsgründen jedoch, sie mit einem anderen Raumschiff und erst rund neun Monate später wieder zur Erde zurückkehren zu lassen. Die Nasa bewertete die Panne später als «Type-A-Zwischenfall, die höchste Kategorie der Raumfahrtbehörde für einen Zwischenfall. Mindestens zwei Optionen für bemannte Flüge ins All zu haben, hat sich die Nasa aber seit Jahren als Ziel vorgeschrieben. Derzeit ist in erster Linie SpaceX mit seinen «Falcon»-Raketen und «Dragon»-Raumschiffen für die Nasa im Einsatz, diese könnten aber dem Unternehmen zufolge schon in wenigen Jahren eingemottet werden, wenn das derzeit noch in der Testphase befindliche Starship von SpaceX bemannte Flüge routinemäßig durchführen kann.«Starliner»-Projekt schon lange krisengeplagt
Bildnachweis: © Uncredited/NASA/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Krisengeplagter Starliner soll wieder ins All fliegen
Rund eine Woche sollten zwei US-Astronauten 2024 an Bord der ISS bleiben - daraus wurden wegen einer Panne des «Starliner»-Raumschiffs neun Monate. Doch die Nasa hält am «Starliner» fest.
Meistgelesene Artikel
- 6. September 2026
An Kälte gewöhnte Arten verschwinden von Europas Berggipfeln
Steigende Temperaturen seit den 1980er Jahren führen dazu, dass die Pflanzenwelt in europäischen Gebirgen artenreicher wird. Allerdings gibt es auch Verlierer, wie Wissenschaftler nachgewiesen haben.
- 6. September 2026
Marius Borg Høiby: Der tief gefallene Sohn der neuen Königin
Wenn der norwegische König Harald V. an diesem Mittwoch beigesetzt wird, soll auch Marius Borg Høiby dabei sein. Trotz aller Verfehlungen und einer Verurteilung wegen Vergewaltigung.
- 11. September 2026
Aus Grevenbroich in die Datenrettung: iAmbulanz startet RSQDATA
Neue Marke aus Grevenbroich rettet Festplatten, SSDs und RAID-Systeme mit Festpreis-Garantie: kein Erfolg, keine Kosten.
Neueste Artikel
- 5. Oktober 2026
Behörde: Laborantin in Sibirien starb nicht an Pest
Nach dem Tod einer jungen Frau in einem sibirischen Krankenhaus steht der Verdacht auf Lungenpest im Raum. Die zuständige staatliche Stelle dementiert. Doch Vorsichtsmaßnahmen gelten.
- 5. Oktober 2026
Zwei Tote bei schwerem Schulbus-Unfall in Florida
Bei einem schweren Unfall mit einem Schulbus in Florida sterben zwei Menschen, darunter eine Schülerin. Zahlreiche weitere Menschen werden verletzt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 5. Oktober 2026
Behörde: Laborantin in Sibirien starb nicht an Pest
Nach dem Tod einer jungen Frau in einem sibirischen Krankenhaus steht der Verdacht auf Lungenpest im Raum. Die zuständige staatliche Stelle dementiert. Doch Vorsichtsmaßnahmen gelten.
- 5. Oktober 2026
Zwei Tote bei schwerem Schulbus-Unfall in Florida
Bei einem schweren Unfall mit einem Schulbus in Florida sterben zwei Menschen, darunter eine Schülerin. Zahlreiche weitere Menschen werden verletzt.

