Weil ihr geschätztes Kätzchen auf dem Weg in den Urlaub entlaufen ist, hat eine französische Familie die Ferien statt in den Bergen an einer Autobahnraststätte verbracht. Anderthalb Wochen harrten die Eltern und ihre zwei erwachsenen Kinder in L'Isle-d'Abeau südlich von Lyon aus, um Katzendame Chanel wiederzufinden. «Wir haben alles für Chanel versucht», erzählt die 21-jährige Lola der Zeitung «Le Parisien». Eigentlich hatte die Familie aus Versailles bei Paris ihren Urlaub in Dévoluy verbringen wollen. Bei einer Pause zog Mama Murielle dem schwarzen Kätzchen ein Geschirr an und nahm es an die Leine, damit es auch etwas frische Luft schnuppern könne. Zunächst habe sich das Tier unter dem Auto bequem gemacht, erzählt die Frau dem Blatt «Le Dauphiné Libéré». Plötzlich sei es dann ins Gebüsch geflitzt, und als die Familie es habe einfangen wollen, sei das Tier immer weiter weggelaufen. Aus dem angelegten Geschirr habe sich die Katze befreit, so Murielle. Kurzerhand beschloss die Familie demnach, Zimmer in einem nahegelegenen Hotel zu mieten. «Ferien werden wir noch andere haben, das ist nicht schlimm», sagt Murielle. «Aber Chanel ist ein Mitglied der Familie. Wir können sie nicht zurücklassen, das geht nicht.» Zwischen 22 Uhr und 7 Uhr habe die Familie dann ihre Runden gedreht. Am Morgen hätten sie sich schlafen gelegt. «Wir sind erschöpft», erzählt die Mutter kurz vor der Heimreise Richtung Versailles dem «Le Dauphiné Libéré». Um Chanel zu finden, veröffentlichte die Familie auch Suchanzeigen in den sozialen Medien und erhielt Unterstützung von Tierschutzvereinen vor Ort. Ausgestattet mit Kameras und Käfigfallen versuchen sie, Chanel wieder einzufangen. Auch Freiwillige machen sich auf die Suche nach der Katze, die seit einigen Monaten bei Lola lebte. «Wir haben viele Katzen gefunden, aber nie unsere», erzählt Murielle, die sich Vorwürfe macht, schließlich ist ihr die Katze davongelaufen. Mittlerweile ist die Familie wieder heimgekehrt - die Arbeit ruft. Doch die Suche ist damit nicht beendet. «Sobald wir können, sobald wir Zeit haben und solange sie nicht gefunden ist, fahren wir hin», sagt Vater Stéphane dem Sender BFMTV, auch wenn es mehrere Hundert Kilometer bis zur Raststätte sind. «Wir schaffen es, die Hoffnung zu bewahren, auch wenn es schwierig ist, weil die Zeit uns lang vorkommt und wir natürlich jeden Tag daran denken», erzählt Katzenbesitzerin Lola der Zeitung «Le Parisien». «Sie kann es immer noch schaffen. Katzen brauchen manchmal mehrere Wochen, um zurückzukommen. Für uns ist zum jetzigen Zeitpunkt nichts unmöglich.»«Wir können sie nicht zurücklassen»
Familie gibt Suche und Hoffnung nach Heimreise nicht auf
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Katze entwischt - Familie verbringt Urlaub an Raststätte
Eigentlich wollen sie in die Berge fahren, doch als bei einer Pause ihre geliebte Katze davonläuft, schmeißt eine Familie ihre Pläne über den Haufen. Nun heißt es Autobahn statt Gipfelkreuz.
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