Nach dem Fund eines riesigen Waffenlagers in Remscheid sind zwei geständige Kriegswaffenhändler zu zweieinhalb und dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Wuppertaler Landgericht sprach die 35 und 38 Jahre alten Männer wegen Handels mit Kriegswaffen schuldig. Ihre Geständnisse und die Aussagen der verdeckten Ermittler, an die sie geraten waren, ließen an ihrer Schuld keine Zweifel, sagte der Vorsitzende Richter. Zugleich kamen beide nach fast einem Jahr Untersuchungshaft auf freien Fuß. Das Gericht sah keine Fluchtgefahr und zeigte sich überzeugt, dass die Männer ihre restliche Haft antreten werden, wenn das Urteil rechtskräftig wird. Gegen den Hauptangeklagten, dem das Waffenarsenal gehören soll und in dessen Haus es gefunden wurde, wird der Prozess fortgesetzt. In dem Prozess geht es laut Staatsanwaltschaft um einen der größten Kriegswaffenfunde der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland. Die beiden Mitangeklagten hatten bereits gestanden, bei dem Hauptangeklagten Maschinenpistolen für rund 2.000 Euro pro Stück sowie Munition gekauft zu haben. Im Gegenzug für ihre Geständnisse waren ihnen Haftstrafen zwischen zwei und vier Jahren zugesichert worden. Der Hauptangeklagte, ein 60-jähriger Kfz-Meister, hatte sich auf das Angebot des Gerichts, bei einem Geständnis maximal acht Jahre Haft gegen ihn zu verhängen, nicht eingelassen. Der Fund des geheimen Waffenarsenals hinter einer Art privatem Waffenmuseum hatte im Oktober vergangenen Jahres bundesweit für Furore gesorgt. Es gab in dem Gebäude Geheimtüren, hinter Zwischenwänden versteckte Räume, verborgene Schließmechanismen und sogar Munition im Hohlraum eines Türrahmens. Bei den Durchsuchungen in Remscheid hatten die Polizisten am Ende rund 300 scharfe Schusswaffen sichergestellt - darunter 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen, Präzisionsgewehre, 11 Revolver und 13 Panzerabwehrwaffen, 38 Handgranaten sowie fast 100.000 Schuss Munition.Geständnisse abgelegt
Waffen hinter Geheimtüren versteckt
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Haft für zwei Angeklagte im Remscheider Waffenlager-Prozess
Hinter Geheimtüren und Zwischenwänden fanden Ermittler in Remscheid mehr als 300 Schusswaffen. Nun sind zwei der Angeklagten verurteilt worden. Am Ende ist der Prozess damit jedoch nicht.
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