2. September 2026 / Aus aller Welt

Frachter sinkt nach Kollision nahe Istanbul – Zehn Vermisste

Zwei Handelsschiffe stoßen im vielbefahrenen Marmarameer vor Istanbul zusammen. Der Grund ist noch unklar – der Kontakt zu einem Frachter bricht ab.

Ein Frachtschiff im Marmarameer. (Archivbild)
Veröffentlicht am 2. September 2026 um 13:57 Uhr

Nach einer Kollision mit einem Handelsschiff ist ein Frachter im Marmarameer vor der türkischen Metropole Istanbul gesunken. Es werde nach den zehn Besatzungsmitgliedern gesucht, sagte der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloglu in Istanbul.

Die Handelsschiffe «Alsu» und «Tugberk Imamoglu» seien um etwa 3.15 Uhr Ortszeit etwa 18 Seemeilen vor dem Istanbuler Bezirk Silivri aus noch ungeklärten Gründen kollidiert. Die «Tugberk Imamoglu» sei innerhalb von elf Minuten gesunken. Man habe Wrackteile des Schiffes gefunden. Bislang habe man keine Überlebenden gefunden, alle Besatzungsmitglieder seien türkische Staatsbürger. Das Meer sei an der Stelle etwa 900 Meter tief. 

Der Generaldirektor für Seefahrt, Ünal Baylan, sagte dem Staatssender TRT, die beiden Kapitäne hätten Funkkontakt gehabt. Es sei noch völlig unklar, wie es dennoch zu dem Unfall kommen konnte. Rettungsboote und Rettungsinseln wurden demnach leer aufgefunden. Ermittlungen wurden eingeleitet.

Suche nach Besatzung

Die Küstenwache und Helikopter waren im Einsatz, um nach den Vermissten zu suchen. Nach ersten Erkenntnissen weise das Schiff «Alsu» keine erkennbaren Schäden auf, erklärte das Gouverneursamt von Istanbul. 

Die «Alsu» war nach offiziellen Angaben von der nordtürkischen Provinz Kocaeli in den westtürkischen Hafen Aliaga unterwegs gewesen. Das zweite Handelsschiff startete demnach im südtürkischen Iskenderun und war unterwegs ins Schwarze Meer. Beide Schiffe fuhren nach Angaben des Gouverneurs unter türkischer Flagge.

Der gesunkene Frachter hatte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Blech und Baustahl geladen, das zweite war leer. 

Das Marmarameer ist eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten der Welt und verbindet das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer über die Meerengen Bosporus und Dardanellen.


Bildnachweis: © Khalil Hamra/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Wuff und Wiese e.V. unterstützt junge Grevenbroicherin
Lokalpioniere

Grevenbroich zeigt Herz: Wuff und Wiese e.V. setzt sich für die junge Grevenbroicherin Nele und ihre Assistenzhündin Ella ein.

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Gutes Wetter bei Sonnenfinsternis und Sternschnuppen
Aus aller Welt

Klare Sicht auf das Himmelsereignis: In Deutschland erwartet der Wetterdienst meist wolkenfreien Himmel zur Sonnenfinsternis und zu den Perseiden.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Kleinflugzeug stürzt beim Anflug in Südhessen ab
Aus aller Welt

Während eines Luftsport-Sommerfests kommt es in Viernheim zu einem Flugzeugabsturz. Einsatzkräfte und Rettungshubschrauber sind vor Ort.

weiterlesen...
Unfall mit Frachtflugzeug nach Landung am Flughafen Miami
Aus aller Welt

Ein Flugzeug landet in Miami - danach kommt es zu einem Unfall. Es ist unklar, wie groß das Ausmaß ist.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Kleinflugzeug stürzt beim Anflug in Südhessen ab
Aus aller Welt

Während eines Luftsport-Sommerfests kommt es in Viernheim zu einem Flugzeugabsturz. Einsatzkräfte und Rettungshubschrauber sind vor Ort.

weiterlesen...
Unfall mit Frachtflugzeug nach Landung am Flughafen Miami
Aus aller Welt

Ein Flugzeug landet in Miami - danach kommt es zu einem Unfall. Es ist unklar, wie groß das Ausmaß ist.

weiterlesen...