30. Juli 2026 / Aus aller Welt

Flucht vor den Flammen: Stress auch für Hündin Simba

Wegen der riesigen Waldbrände vor Bordeaux mussten Tausende ihre Bleibe verlassen. Auch Tiere hausen nun im Notlager. Was bedeutet die ungewohnte Lage für sie?

Zahlreiche Menschen sind mit ihren Tieren in der Notunterkunft.
Veröffentlicht am 30. Juli 2026 um 09:23 Uhr

Langgestreckt liegt der Border Collie Simba auf einem Feldbett in der riesigen Messehalle in Bordeaux, aufsetzen will sie sich nicht. Die Evakuierung wegen des nahenden Megabrandes hat auch die fünfjährige Hündin mitgenommen, meint Hundemama Karine Soulard in der Notunterkunft. «Tiere sind sehr, sehr sensibel. Sie spüren, was ihr Herrchen spürt, und es macht ihnen zu schaffen. Wie auch für uns, tut es ihr weh, hierherzukommen.»

Eigentlich hätten die 58-Jährige und ihre Hündin schon vor Tagen aus der bei Bordeaux liegenden Gemeinde Martignas-sur-Jalle weggesollt. Doch sie drehten um, letztlich holte sie ein Gendarm erst vor kurzem aus ihrer Bleibe. Sie landeten in der Notunterkunft in der Metropole, wo sie sich mit Hunderten anderen eng an eng ein Schlafgemach teilen.

«Ich denke, dass sie müde ist, weil sie es nicht gewohnt ist, so viele Menschen zu sehen und weil es für uns erschütternd ist», sagt Soulard über ihre Hündin. «Ich denke, dass es für sie auch so ist.» Dennoch ist die Französin glücklich, Simba in der trubeligen Unterkunft an ihrer Seite zu haben. Auch zahlreiche andere Hunde laufen zwischen den Feldbetten umher. Andere Evakuierte haben ihre Katzen oder Hasen mitgebracht. Ein Team aus Tierärzten unterstützt die tierische Begleitung und hält Nahrung, Leinen oder auch kleine Gehege bereit.

Bekommen hat Soulard Simba, als diese noch ganz klein war. «Jeden Tag gibt sie mir Liebe.»


Bildnachweis: © Katharina Kausche/dpa
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