21. Juli 2026 / Aus aller Welt

Fähre sinkt vor Guyana: 41 Tote und Dutzende Vermisste

Nach dem Unglück kündigt Präsident Ali eine umfassende Untersuchung an. Der Kapitän, der überlebt hat, wurde positiv auf Cannabis getestet.

Die Fähre war auf dem Weg zwischen der Hauptstadt Georgetown und der abgelegenen Gemeinde Port Kaituma verunglückt.
Veröffentlicht am 21. Juli 2026 um 20:47 Uhr

Nach einem Bootsunglück vor der Küste des südamerikanischen Landes Guyana sind 41 Menschen tot geborgen worden. Wie Ministerpräsident Mark Phillips mitteilte, wurden bisher 77 Überlebende gerettet. Die Suche nach geschätzt rund 60 Vermissten mit Booten, Flugzeugen und Tauchern vor der Atlantikküste dauert an. Insgesamt waren rund 180 Menschen an Bord gewesen.

Die alte Fähre war in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) im Atlantik auf dem Weg zwischen der Hauptstadt Georgetown und der abgelegenen Gemeinde Port Kaituma verunglückt. Das kleine Dorf liegt an einem Flusskanal im Inland Guyanas in der ölreichen Region Essequibo nahe der Grenze zu Venezuela.

Präsident sichert eine gründliche Untersuchung zu

Die Unglücksursache ist bisher unbekannt. Der Kapitän, der lebend gerettet wurde, ist laut Behörden positiv auf Cannabis getestet worden. «Ich versichere der Nation, dass es eine umfassende, gründliche und unabhängige Untersuchung dieser Tragödie geben wird», sagte Präsident Irfaan Ali in einer Fernsehansprache. 

Das Boot hatte Medienberichten zufolge mitten in der Nacht einen Notruf abgegeben, nachdem es rund acht Stunden seiner 24-stündigen Fahrt hinter sich hatte. Ein Überlebender sagte dem Nachrichtenportal News Source, er habe ein lautes Geräusch gehört und gesehen, wie Wasser reingeströmt sei. Die Fähre habe sich danach geneigt und zu sinken begonnen. Nach Angaben der Regierung wurde das Boot bei dem Such- und Rettungseinsatz rund 15 Kilometer vor der Küste auf dem Meeresboden gefunden.


Bildnachweis: © Matias Delacroix/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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