17. September 2026 / Aus aller Welt

Ein Toter bei Unwetter in Spanien

Wetterexperten warnen: Durch den Klimawandel könnten extreme Unwetter wie jetzt in Barcelona und Valencia künftig häufiger auftreten. Was das für die Region bedeutet.

Bei heftigen Unwettern im spanischen Valencia und im Großraum von Barcelona ist ein Mensch ums Leben gekommen.
Veröffentlicht am 17. September 2026 um 12:14 Uhr

Bei schweren Unwettern im Großraum von Barcelona und Valencia an Spaniens Mittelmeerküste ist ein Mensch ums Leben gekommen. Der Mann wurde in seinem Auto von den Wassermassen mitgerissen, als er einen normalerweise kleinen Bach bei dem Ort Olivella südwestlich von Barcelona durchfahren wollte, wie die Feuerwehr mitteilte. 

Die Leiche des Mannes, bei dem es sich einem Bericht der spanischen Zeitung «La Vanguardia» zufolge um einen dort lebenden Briten handeln soll, wurde erst Stunden später von Rettungstrupps gefunden, wie die Polizei mitteilte. In der Region seien bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter binnen weniger Stunden niedergegangen.

Noch heftiger waren die Niederschläge im weiter südlich gelegenen Valencia und Umgebung, wo bis zu 100 Liter je Quadratmeter gemessen wurden. Wie in Barcelona fielen Flüge aus, der Nahverkehr war beeinträchtigt, Straßen verwandelten sich in reißende Bäche und Keller liefen voll. Heftige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde entwurzelten zudem viele Bäume. Ein Fußballspiel der ersten Liga musste abgesagt werden. Auch aus der Region Murcia wurden am Donnerstag überflutete Straßen gemeldet.

Immer wärmeres Mittelmeer macht heftige Stürme wahrscheinlicher

Erst vor knapp zwei Jahren war es in der Region Valencia im Oktober 2024 zu einer der schlimmsten Flutkatastrophen in der Geschichte des Landes gekommen. Mindestens 229 Menschen kamen ums Leben, die Schäden gingen in die Milliarden. Angesichts der immer höheren Wassertemperatur des Mittelmeers infolge des Klimawandels warnt die nationale Wetterbehörde Aemet, durch die höhere Verdunstung könnten Unwetter mit extremen Niederschlägen häufiger werden.


Bildnachweis: © Rober Solsona/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Beispiellos: Entsetzen nach gescheiterter Hinrichtung
Aus aller Welt

Die Hinrichtung von Christa Pike endet im Chaos: Augenzeugen berichten von einer beispiellosen gescheiterten Hinrichtung. Weitere Hinrichtungen sind in US-Bundesstaat Tennessee vorerst gestoppt.

weiterlesen...
Gescheiterte Hinrichtung: Christa Pike in kritischem Zustand
Aus aller Welt

Zweimal wird Christa Pike ein tödliches Mittel verabreicht - doch sie stirbt nicht. Der US-Bundesstaat Tennessee stoppt vorerst weitere Hinrichtungen. Was über ihren Gesundheitszustand bekannt ist.

weiterlesen...
Bilanz zur Rocker-Razzia - Stadt-Mitarbeiter geschmiert?
Aus aller Welt

Ermittler berichten, wie sie gegen ein Geldwäsche-Netzwerk und die «Hells Angels» vorgegangen sind. Wie wurden die Geldströme verschleiert und haben städtische Mitarbeiter Informationen weitergegeben?

weiterlesen...

Neueste Artikel

Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter
Aus aller Welt

Der «Zweite Berliner Patient» wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.

weiterlesen...
Maskierte befreien Häftling aus Arztpraxis
Aus aller Welt

Aus einem Besuch beim Arzt ist in Essen eine spektakuläre Gefangenenbefreiung geworden: Maskierte überwältigten die Bewacher und verhalfen einem 34-Jährigen zur Flucht.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Von HIV geheilter Patient ist Charité-Mitarbeiter
Aus aller Welt

Der «Zweite Berliner Patient» wurde als einer von 13 Menschen weltweit von HIV geheilt. Ihm wurden Stammzellen einer gesunden Spenderin inklusive ihres Immunsystems übertragen.

weiterlesen...
Maskierte befreien Häftling aus Arztpraxis
Aus aller Welt

Aus einem Besuch beim Arzt ist in Essen eine spektakuläre Gefangenenbefreiung geworden: Maskierte überwältigten die Bewacher und verhalfen einem 34-Jährigen zur Flucht.

weiterlesen...